Lutein Für einen klaren Durchblick
Dabei hilft es: Wir werden älter und Ältere werden mehr. Das bedeutet u.a., dass immer mehr Menschen an altersabhängigen Augenerkrankungen leiden werden. AMD (Alterbedingte Makuladegeneration) z.B. ist bisher nicht heilbar und nur begrenzt therapierbar. Allerdings konnte nachgewiesen werden, dass antioxidative Mikronährstoffe, wie z.B. Lutein, hochdosiert hilfreich sein können und das Fortschreiten der Krankheit verzögern. Dieses war ein Ergebnis der weltweit anerkannten klinischen Studie AREDS ( Age-Related-Eye Disease). Lutein, ein Antioxidans, wirkt zusammen mit dem Zeaxanthin als natürlicher Sonnenschirm für die Augen, vorbeugend und mildernd. Die Carotinoide reduzieren die Lichtempfindlichkeit, sowohl im Dunkeln als auch bei sonnigem Tageslicht. Lutein verbessert die Sehschärfe und reduziert die Blendempfindlichkeit auch bei Katarakt (Grauer Star)-Betroffenen. Bei AMD verbessern Luteingaben die Sehschärfe und reduzieren die Kontrastempfindlichkeit. Lutein ist ein effektiver Radikalfänger, der das Immunsystem stimuliert und nicht nur das Auge, sondern auch die Haut vor schädlichen Lichteinflüssen schützt.
Das ist drin: Wer Kinder zum Essen gesunder Möhrenrohkost motivieren will, erzählt ihnen oft die Geschichte von den Hasen, die ja bekanntlich keine Brille tragen und dies natürlich deshalb, weil Hasen so viele Möhren essen. Diese Begründung liegt ganz sicher im Märchenbereich, und dennoch hat sie einen realen Kern: Das in den Möhren enthaltene Beta-Carotin, dieses Provitamin A, ist DAS Sehvitamin. Es ist essenziell für die Sehleistung des Auges, weil es die Übertragung von Licht zu einem Nervensignal ermöglicht. Ohne Vitamin A gäbe es keinen Seheindruck. Fehlt es an Vitamin A, sehen wir im Dunkeln schlecht und fühlen uns als Autofahrer nachts schnell geblendet. Tagsüber zeigt sich dieser Mangel in einer erhöhten Lichtempfindlichkeit. Lutein kann hier helfen.
In Vitamin A umgewandelte Carotinoide, Antioxidantien, fettlösliche Nährstoffe und organische Farbstoffe, die z.B. der Möhre oder der Paprika ihre rote und gelbe Farbe geben, helfen dem Körper, mit dem Licht besser zurechtzukommen und sich gegen Freie Radikale zu wehren.
Neben dem Carotin gibt es das Xanthophyll, ein anderes Carotinoid, das sich allerdings unwesentlich unterscheidet. Lycopin hingegen ist ein sauerstofffreies Carotinoid, das in Tomaten, Wassermelonen, Guaven und in rosa Grapefruit vorkommt. Tomatenmark und -ketchup enthalten besonders viel von dieser besonders hohen antioxidativ wirkenden Substanz.
Anwendung: Sie sollten täglich ausreichend rotes, gelbes und orangefarbenes Obst und Gemüse essen. Und wenn Sie Möhrenrohkost servieren wollen, denken Sie daran, dass die fettlöslichen Carotinoide vom Darm nur dann optimal verwertet werden können, wenn auch Fett dabei ist. Geben Sie also immer ein wenig Öl zum Möhrensalat und Butter zum Brot mit Paprika. Bedenken Sie zusätzlich: Aus rohem Gemüse und Obst werden die Carotinoide schlechter resorbiert (aufgenommen) als aus langsam mit wenig Hitze gedünstetem.
Sollte Ihnen das alles alltäglich nicht gelingen: Nahrungsergänzung Lutein hilft.
Übrigens: Eine weitere Farbstoffgruppe, die Anthocyane, sind ebenso wichtig für die Augen. Und davon gibt es ganz viel in Heidelbeeren.
Achtung Raucher: Es gibt Studien, die einen Zusammenhang von Beta-Carotin-Gaben und Lungenkrebshäufigkeit feststellen. Darum: Verzichten Sie auf den blauen Dunst - Gönnen Sie sich
einen klaren Durchblick!







